Plattform Offene Kultur

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Ich bin eben über die Lobby-Plattform Plattform Geistiges Eigentum gestolpert, und hab mir gedacht, bevor mir das Geimpfte aufgeht, besser eine Gegenplattform starten. Arbeitstitel "Gegen Geistiges Eigentum". Wer ist dabei? --Helge 07:18, 20. Jul. 2009 (PDT)

Inzwischen wurde die Domain OffeneKultur.com registriert und ein Logo designt. Hier in diesem Wiki sollen die Positionen der "Plattform Offene Kultur" erarbeitet werden. --Helge 04:09, 21. Jul. 2009 (PDT)

WICHTIG: Wieder.. ein neuer Hashtag: #PFOK --Helge 12:25, 3. Mär. 2010 (PST)

=> #PFOK ist seit neuesten auch anderweitig besetzt, schon wieder! --Bhofer 12:15, 8. Mär. 2010 (PST)

Bitte einfach nach Lust & Laune editieren! (2-Sekunden-Registrierung notwendig.)

Vorbemerkung: Ich bin nicht gegen das Urheberrecht per se, sondern für ein Urheberrecht 2.0. Begriffe wie "Geistiges Eigentum" und "Raubkopie" sind jedoch unzulässige Kampfbegriffe, mit denen aus geschäftlichen Interessen ein zeitgemäßes Urheberrecht verhindert werden soll. Welche Alternativen zum geltenden Recht bestehen, könnte diese Plattform aufzeigen.

Inhaltsverzeichnis

MiniBarCamp

Bild:Minibarcamp_offenekultur.png

Am 3.3.2010 findet in Wien ein MiniBarCamp statt, bei dem die Positionen der Plattform Offene Kultur zu Urheberrecht, geistigem Eigentum und dem Umgang mit Daten im Informationszeitalter diskutiert und erarbeitet werden.

Forme die Plattform Offene Kultur mit! Am 3.3. um 18:00 Uhr beim MiniBarCamp Offene Kultur!

Mögliche Positionen

Zur Planung: Konzeption der Positionen der Plattform Offene Kultur

  • Begründung der Ablehnung der Begriffe "Geistiges Eigentum" und "Raubkopie" - Entwurf: Position Geistiges Eigentum und Raubkopie
  • Begründung warum wir uns eine Gesellschaft wünschen, die Abwandlungen und Bearbeitungen von Inhalten erlaubt und fördert
  • Hinweis auf aktuelle Rechtspositionen, die wir für problematisch halten
  • Hinweis auf begrüßens- und förderwürdige Initiative wie Creative Commons und Open Access
  • Hinweis auf positive Beispiele nachhaltigen Kreativwirtschaftens ohne strengen Urheberrechtsschutz
  • Kritische Kommentierung der Positionen der Plattform Geistiges Eigentum - Entwurf: Position Positive Beispiele
  • Hinweis auf den Erfolg der Konzeptumsetzung in der Softwareentwicklung - aka "open source"
  • Hinweis auf weitere Forderungen der Urheberrechtslobby, die Bürgerrechte weiter einschränken sollen (zb VÖZ http://www.voez.at/b840m10)
  • Hinweis auf übertriebene Auslegung des Copyrightbegriffes (zB 2 Jahre altes Kind verstößt gegen Copyright)

Etc - feel free.

Wer macht mit?

  1. Helge Fahrnberger (Blog, Twitter)
  2. Axel Zuzek (Blog, Twitter)
  3. Gerald Bäck (Blog, Twitter, Facebook)
  4. Mathias Baumgart (Blog | Twitter)
  5. Markus Pirchner (twitter | Blog)
  6. Robert Thurnher (soup.robert42.com, @robi42)
  7. Christian Mayrhofer (Phreak 2.0) selbstvertändlich!
  8. Robert Harm (Twitter, lifestream, Facebook)
  9. Michael Horak (Twitter)
  10. Bernhard Hofer (Blog, Twitter)
  11. Peter Purgathofer (Blog oder so, Twitter) auch.
  12. Andreas Klinger (klinger.io, die.socialisten.at twitter)
  13. Volker E. (temporaer.net, Twitter)
  14. Jürgen Brandstetter (Twitter)
  15. Stefan Waidele (@stwaidele Blog)
  16. Marion Eher (@marionline Xing)
  17. Eberhard Lauth (ZiB21.com, Xing, Facebook)
  18. Dieter Zirnig (Sugarmelon, @sugarmelon, Facebook)
  19. Walter Krivanek(walter.krivanek.net, Twitter)
  20. Michael Zeltner (niij.org, Graffiti Research Lab Vienna & London)
  21. Christian Ziegler (Twitter, Website)
  22. Marco Horn (Blog)
  23. Dominik Unger (@nungee, Soup )
  24. Alexander Fischl (Website, KONCEPT Club)
  25. Heimo Reiter (Twitter, Blog, Facebook). Die Diskussion ist Wichtig!
  26. Christina Rappersberger (Website)
  27. Thomas Lachner (Twitter, Facebook)
  28. Karl Schönswetter (Twitter, Facebook, Blog)
  29. Heinz Wittenbrink (Blog, Twitter)
  30. Andrea Mayer-Edoloeyi (Twitter, Blog)
  31. Romedius Weiss (Twitter)
  32. Stefan Gruber (Twitter)
  33. Robert Barta (Blog)
  34. Josef Schrefel (Twitter)
  35. tom haberfellner (aua — aneignung und autorenschaft)

Nützliche Links

(bitte fortsetzen..)

Logovorschläge für OffeneKultur.com

Das Logo zeigt primär zwei Sprechblasen, wobei die eine auf der anderen basiert.
Darüber hinaus formen die Spitzen der Sprechblasen einen Pfeil, der - verstärkt durch den Verlauf dargestellt - einen Kreislauf (steht für Austausch, Teilen, Weiterverarbeitung, ...) zeigt.

(cc-by-nc-sa) Walter Krivanek, VividVisions.com (Wenn's gefällt: It's yours.)

WOW! Gefällt mir sehr gut! Kreislauf, O, Sprechblase.. perfekt! Was denkt ihr? --Helge 02:34, 21. Jul. 2009 (PDT)
volltreffer! --Andreasklinger 02:38, 21. Jul. 2009 (PDT)
Extrem gut gemacht! Kleiner Weiterdenkansatz vllt (bin grafisch unbegabt): die Sprechblase innen sieht fast wie ein O aus und wenn das Bild spiegelverkehrt wäre wäre der Pfeil bald ein K. OK ist zwar als Akronym dämlich, aber vllt bekommt man den Namen nennoch schön hinein. Btw würds mir mit vollständigem Pfeil besser gefallen (wobei die Pfeilspitze die innere Blase nicht "zerstören" darf) --fatmike182 02:43, 21. Jul. 2009 (PDT)
Dankeschön! :) Ad Spiegelverkehrt: Damit würde der Pfeil nach Links schauen, was eher als Vergangenheit gedeutet würde. Wir wollen ja eher in die Zukunft. ;) Ad Vollständiger Pfeil: Einige Varianten probiert, auch wenn die obere Spitze nur zart zu sehen ist, zerstört sie das Bild der beiden Sprechblasen. --Vividvisions 03:01, 21. Jul. 2009 (PDT)
Finde ich sehr gelungen. Einfach, symbolstark, positive Anmutung. Was ein Logo so braucht. Und wenn man möchte, könnte man den Teil des orangen Pfeiles auch noch als Aufreißlasche interpretieren ;-)
vielleicht könnte man aus diesem Logo auch ein Overlay für http://twibbon.com/ basteln?
Schon passiert: http://twibbon.com/join/Plattform-Offene-Kultur --Vividvisions 13:14, 22. Jul. 2009 (PDT)

Sandbox, Überlegungen, Ideenspeicher

  • Ich würde die Lobbyarbeit auf mehre Stützpfeiler stellen vorallem welche die wirklich jeder gut finden würde - also zb Open Data als leicht erklaerbaren Türöffner verwenden. Kinderpornographieprinzip nur eben andersrum.
  • Das Leben hat sich aus einer endlos langen Folge von - stets leicht veränderten - Kopien entwickelt. Variation und Remix von bestehenden Informationen ist scheinbar eine notwendige Voraussetzung für kreative Prozesse.
  • "What you are not permitted to do in a free market is use violence in the attempt to create an artificial scarcity."
  • Die industrielle Revolution startete erst __nach__ dem Ablaufen von Watts Patent auf die Dampfmaschine. Die jährliche Leistungssteigerung von Dampfmaschinen steigerte sich nach dem Ablauf des Patentes um den Faktor 5.
  • Weitere Beispiele für die Vorenthaltung des breit verfügbaren Nutzens aus Innovationen durch IPR-Kontrolle sind die Verhinderung der Etablierung von Elektroautos oder die eingeschränkte Verfügbarkeit neuer Pharmazeutika durch prohibitive Preisgestaltung (obwohl da sicher auch der Anreiz zu zukünftigen Innovationen nicht übersehen werden darf).
    • Wobei genau dieses Feld, Pharma, auch wieder ein interessantes Gegenbeispiel zum "intellektuellen Eigentum" darstellt: Patentschutz wird für 20 jahre gewährt, wobei die Marktreife meist erst nach 10 Jahren erreicht wird. Bleiben 10 Jahre zum Geldverdienen, also zum Zurückverdienen der Forschungsinvestition. Bei geistigem "Eigentum" sind es jedoch keine 10 Jahre - dieser erlischt 70 Jahre nach dem Tod (!) des Autors. Bei Medikamenten wird zwischen Verfügbarkeit/Preis und Incentive für Forschung abgewogen - beides im Sinne des Gemeinwohls. Bei geistigen Werken jedoch ist dieses Gleichgewicht längst verloren gegangen, zugunsten rein kommerzieller Verlagsinteressen und zulasten des Gemeinwohls, das das kreative Potential einschränkt.
  • Wer entscheidet über die Grenzen ab der Information atomar genommen und als "schützenswert" betrachtet wird? Im Copyright für Musik wird derzeit die Information über mindestens 3 Takte als kleinste Einheit genommen und dann als Vergleichspattern zur Überprüfung von Copyrightverletzungen herangezogen. Verschiebt man die Grenzen hier nur minimal wird jeder neue Schaffensprozess unmöglich gemacht. Informationstheoretisch betrachtet ist die Schaffung von neuen Daten nur durch Wiederverwendung von bestehenden Mustern möglich - wenn man diese klein genug wählt. (Selbst wenn man die Grenze ab der ein Informationsblock atomar und schützenswert ist variabel macht müsste diese Aussage gültig bleiben sofern man die Menge des Vergleichsmaterials genügend groß wählt.)
  • Der Begriff "Geistiges Eigentum" ist für sich schon irreführend, da es so etwas wie immaterielles Eigentum gar nicht gibt. Nicht umsonst wird für gewöhnlich von den "Rechten" gesprochen, die jemand etwa auf einen Text, ein Stück Musik oder einen Film hat. Diese Rechte beziehen sich aber nur auf das Recht, den Staat bei einer "Verletzung" dieser vermeintlichen Eigentumsrechte einzusetzen, das heißt einen mitunter gewaltvollen Eingriff gegen jemanden zu legitimieren, der ein paar angeordnete Datenbits kopiert, verändert oder öffentlich zugänglich gemacht hat. Mit echtem Diebstahl echten Eigentums hat das nichts mehr zu tun.
  • Geistiges Eigentum nimmt schon alleine deshalb eine Sonderstellung ein, da es beliebig reproduzierbar ist. Muss für die Duplizierung eines Kleiderschranks noch einmal genau derselbe Arbeitsaufwand betrieben werden, der schon bei der Herstellung des Originals vonnöten war, fällt dieser bei der Vervielfältigung immaterieller Produkte weg. Aus einer MP3 werden in Sekundenschnelle Tausende, die aber alle immer noch denselben Wert besitzen sollen wie das Original, das in der Fülle an potentiellen Verkaufsgütern nun vollkommen unbedeutend wurde. Anstatt wie für gewöhnlich seinen Wert zu verlieren - man denke an seltene Briefmarken, die durch das Auffinden weiterer Stückzahlen sofort weitaus weniger kostbar sind -, stagniert dieser und ermöglicht dem "Besitzer" des geistigen Eigentums das Festlegen eines Preises jenseits von Angebot und Nachfrage.
  • Sieht man sich die Argumente und „Argumente“ der Plattform Geistiges Eigentum (PGE) an, wird rasch klar, dass es nicht um den Schutz der schöpferisch Tätigen geht, sondern um den verzweifelten Versuch, eine oligopolische Marktdominanz zu retten. Es sollte sich lohnen nachzuforschen, in welchem Ausmaß (in %) die Erlöse wirklich den "Geistigen Eigentümern" zugute kommen. Ich schätze mal, dass im Schnitt bestenfalls 10-15% bei ihnen hängenbleiben.
  • Das Manifest der PGE ist intellektuell zutiefst unredlich. Da wird in rabulistischer - und spätbürgerlich-idealistischer - Weise ein Begriffs-Tango aufgeführt (Geist, geistiges Eigentum, Urheberrecht, Werknutzungsrecht usw. werden flott durcheinander gerührt), der darüber hinweg täuschen soll, wie dünn die Logik und wie obsolet die Forderungen sind.
  • Ich denke, dass bei einzelnen Personen aus dem Unterstützer/innenkreis – Nöstlinger, Hackl oder Busek um drei herauszunehmen – durch direkten Kontakt womöglich Umstimmung oder zumindest eine Distanz zu dem Vorgebrachten durch maßvolles und überlegtes Argumentieren erwirkt werden kann und ihnen so die Unterstützer/innenliste wegbröselt. Nebenbei, es wurde ja bereits ein Manifest an NP Prammer übergeben, das Lobbying ist im vollem Gange. --Volker E. 02:56, 21. Jul. 2009 (PDT)
  • "On the shoulders of Giants" titelt auch Google Scholar, hier die Wikipedia-Seite dazu
  • Weil Juristen immer möglichst harte Fakten brauchen, um sauber entscheiden zu können, hier ein Denkanstoß, der zumindest für AV-Medien funktionieren könnte: Den größten Gewinn machen sämtliche Produzenten mit dem Vertrieb GANZER Filme, VOLLSTÄNDIGER Songs etc. TEILE von Songs und Filmen bringen hingegen so gut wie nichts, vielleicht gerade eben noch bei Lizenzen für Filmmusik. Das Verlangen von Lizenzgebühren für Ausschnitte von Inhalten führt also in den meisten Fällen einfach zur Nichtverbreitung, bzw. zum Nicht-Entstehen von Werken. Vielleicht reicht es schon, dass Urheberrechte und Leistungsschutzrechte erst geltend gemacht werden können, wenn die erzielten Einnahmen über einem Bagatellbetrag liegen. Oder wenn die Verwendung von Teilen grundsätzlich erlaubt ist.
  • Wie viel verdient ein Musiker pro verkaufter CD (da gab's mal ein Schaubild, das zeigte dass die Musiker nicht wirklich vom momentanen Recht profitieren) --Stwaidele 03:39, 21. Jul. 2009 (PDT)
Schaubild siehe hier http://62.141.42.62/datenreset/?p=539 --fatmike182 03:59, 21. Jul. 2009 (PDT)
  • Bezüglich der Proponenten auf der Plattform Geistiges Eigentum: Bekannte Gesichter würden sicher auch der hiesigen Plattform nicht schaden. Weiß jemand von greifbaren Prominenten, die sich für CC, Open Source etc. interessieren und vielleicht sogar engagieren?
  • Würde auch Open Data mit ins Boot nehmen: "Numerous scientists have pointed out the irony that right at the historical moment when we have the technologies to permit worldwide availability and distributed process of scientific data, broadening collaboration and accelerating the pace and depth of discovery ... we are busy locking up that data and preventing the use of correspondingly advanced technologies on knowledge" John Wilbanks, Science Commons, http://en.wikipedia.org/wiki/Open_Data --Criz 09:17, 21. Jul. 2009 (PDT)
Wir sollten allerdings nicht den Fokus aus den Augen verlieren (oder uns einen geben ;-); denn es gehörten dann auch Open Science/Science Commons, Open Innovation und etliche andere Initiativen bzw. Themenfelder inkludiert. Die ich grundsätzlich alle bei GGGE willkommen heißen würde. Eh klar.
  • Ein Kommentar, das ich hier hinterlassen habe: Ich glaube, dass “kollektiv ein Urheberrecht erarbeiten, das dem Web-Zeitalter gerecht wird” ein bisschen zu ambitioniert ist. Ich will mit der Plattform nicht DIE Antwort geben, sondern Positionen aufzeigen, Fragen aufwerfen. Durchaus in einigen Punkten auch mit dem Hinweis, dass es hier noch Lösungen zu finden gilt. Ich denke, wir befinden uns in Zeiten des Umbruchs, da gilt es erst, Antworten zu finden. Die Plattform soll vielmehr die Sackgasse aufzeigen, in die der Status Quo und die von den Rechtevertretern geforderten Verschärfungen desselben führen, sowie auf Alternativkonzepte hinweisen - ohne notwendigerweise selbst ein allumfassendes Alternativkonzept aufweisen zu müssen. Aber wer weiß, was beim kollaborativen Prozess rauskommt :-) --Helge 12:35, 21. Jul. 2009 (PDT)
  • Per Email eben folgenden Text bekommen: "Servus Helge ich bin nicht so der wiki schreiber und schreibe Dir deshalb direkt über Dein Kontakt formular. Mir ist aufgefallen, dass sich die Plattform für offene Kultur primär bzw. fast ausschließlich mit Urheberrecht beschäftigt. Die Plattform zum Schutze geistigen Eigentums jedoch darüber hinaus unter anderem mit dem Patentrecht und zum Beispiel dem Schutz von Geschäftsideen. Ich will damit nur darauf hinweisen, dass die beiden Plattform eine unterschiedliche Definition von geistigem Eigentum haben was meiner Meinung nach nicht ganz unwesentlich für die Diskussionsgrundlage ist. lg Robert" --Helge 12:37, 21. Jul. 2009 (PDT)
  • Petition: Könnten das WordPress Petition Plugin nutzen. Habs hier mal getestet.
  • Visualisierte Unterschriftenliste: es soll ja auch eine Unterschriftenliste geben. Anstatt einer üblichen Liste mit der Anzahl an Unterzeichnern könnte ein "visual voting tool" verwendet werden. So wie dies bpsw. auf http://fixoutlook.org/ gemacht wurde. Idealerweise mit Anbindung an Facebook und Twitter, wodurch automatisch das eigene Profilfoto als Unterzeichner hinzugefügt wird. Alternativ dazu sollte auch ein Upload eines Fotos möglich sein. Würde denke ich mehr Aufmerksamkeit generieren, als eine reine Liste. Weiß jemand, ob es hier schon ein passendes Tool gibt bzw. ist jemand fit in den APIs von Facebook und Twitter, um eine derartige Anwendung zu entwicklen? Robert 22:28, 21. Juli 2009 (PDT)
  • Früher wurde der Punkt der Privatkopie oft erwähnt, sprich eine Sicherungskopie (o.ä.) von DVDs/CDs zu erstellen. Dieses ist häufig nicht im gesetztlichen Rahmen möglich - obwohl es ein gutes Recht wäre - da der Kopierschutz überwunden werden muss. Folglich wird der Konsument rechtlich beschnitten um gegen mögliche kommerzielle Vervielfältigung vorzugehen.
  • Über die Leerkassettenvergütung werden in Ö seit 1980 Urheberabgaben eingefordert, ein pauschalisierender Akt um Konsumenten zu kriminalisieren. Laut orf.at werden über diese Abgaben in Österreich 50 Mio €/Jahr erwirtschaftet.
  • Die Diskussion wird sich wohl nur dann sinnvoll führen lassen, wenn es auch Vorschläge gibt, wie man Urheber mit einem adaptierten Urhberrechtsbegriff und den dazugehörigen Ableitungen fair entlohnen kann. Jeder, der etwas veröffentlicht, soll das nicht zwingend gratis tun müssen. Sonst siegt die Angst vorm Dasein als Hungerleider und man kriegt nie und nimmer eine Lobby für die Anliegen einer Plattform wie dieser. Gibts da schon zwingende und gute Ideen?
  • Ja, man sollte nicht mit dem Zeigefinger auf Leute zeigen, die sich (tlw. sicher wegen mangelndem Wissens) vor aktuellen Entwicklungen fürchten und ihr Einkommen in Gefahr sehen. Sondern Aufklärung bieten und Alternativen aufzeigen. Hier bieten sich Casestudies an (z.B. http://netzwertig.com/2009/01/23/monty-python-steigert-dvd-verkaeufe-um-23000-prozent-dank-kostenloser-youtube-videos/), bzw. Hilfestellungen für die Entwicklung einer zeitgemässen Vermarktungsstrategie im Netz. Welche Vorteile habe ich davon? Wie gehe ich vor? Welche Möglichkeiten habe ich? Welche Risiken gibt es dabei? Wer kann mir dabei helfen? Die fortschreitende Kriminalisierung von Copyrightverletzungen ist wiederum ein anderer Punkt. Von Raub zu sprechen ist natürlich grotesk, auch hier kann man wiederum mit Aufklärung wahrscheinlich am meisten erreichen. Ich persönlich würde den Fokus eher auf ersteres legen, aber andererseits schon klar darlegen, warum die Strategie, auf den antiquierten Begriff des geistigen Eigentums im Internet zu beharren und vor allem ohne Rücksicht auf Verluste durchzusetzen, nicht die Lösung oder erfolgreich sein kann.--Criz 06:02, 23. Jul. 2009 (PDT)
  • Ein wunderbares Beispiel finde ich, ist Julia Nunes. Die damals 18 jährige hat eine Ukuleleversion von "Surviver" auf You Tube gestellt (www.youtube.com/jaaaaaaa) in der sie sich selbst in mehreren Spuren begleitet. Das Video wurde von ein paar Tausend Menschen gesehen und sie hat regelmäßig neue Lieder gecovert, bis sie eines Tages Ben Folds' Gone auf YouTube gestellt hat. Anstatt ihr eine Urheberrechtsklage anzuhängen, hat er sie als Vorband eingeladen. Langsam hat sie angefangen, nicht nur Covers sondern auch eigene Lieder auf YouTube und sogar zum mp3 Download zu stellen. Mittlerweile hat sie zwei Alben herausgebracht, die sie im Eigenverlag in der ganzen Welt verkauft und davon leben kann.

Vorschläge zur Verbesserung der Plattform

Generell

Wie soll die Website der Plattform generell aufgebaut sein? Welchen Zweck soll sie erfüllen? Ideen?

Design

  • Anpassung CSS - Veränderung der Überschriftsfarbe: #logo a {color:#FC9400;}

Funktionen/Services

  • Eingebaute Livesuche aller Tweets nach #PFOK

Domains

Wer hat welche Domains:

  • OffeneKultur.com (Helge Fahrnberger)
  • OffeneKultur.at (Stefan Waidele)
  • OffeneKultur.de (Stefan Waidele)
  • OffeneKultur.info (Bernhard Hofer)
  • OffeneKultur.org (Walter Krivanek)
  • pfok.org (Walter Krivanek)

Reaktionen

Twitter: #GGGE, #PLOK bzw. #PFOK


Notizen MiniBarCamp

Ziel: Positionen für öffentliche Meinung, Angst nehmen. Manifest ähnlich http://www.internet-manifest.de/ zusammenstellen (ca. 10 Thesen mit einem knackigen Titel plus 2-3 Sätzen), nur jeweils mit Links zu Quellen, Showcases und the like. Soll auch als Quellensammlung wirken.

Methoden:

  • Manifest / Thesen
  • Watchblog / Mythbusters / Propenten der Plattform Geistiges Eigentum (hinter)fragen
  • Unterschriften sammeln
  • "10 beliebte Irrtümer rund um Geistiges Eigentum", Positionen der Lobbys widerlegen
  • Video


Themen für Manifest

  • OK Zitatrecht / Fair Use
  • OK Öffentlich geförderte Werke (von Werken von Behörden bis Medien/Filmförderung, öffentlich-rechtliche Medien) Extrembeispiel: Fotos und Filme im Wald - Lizenzpflicht für Bundesforste
  • Verliert Musikindustrie wirklich? Oder ist das nicht ein gesundschrumpfen?
  • OK Wer verliert wirklich? Künstler oder Verlage?
  • OK Privatkopie - "Raub" "Geistiges Eigentum"
  • OK Durch Raunzen versäumt die Contentindustrie das Erschließen neuer Geschäftsmodelle - Time of Change, neue Verwertungsmodelle, neues Wirtschaften (Content Flatrate, Positionen der Piratenpartei, Änderungen der Wertschöpfungsketten
  • OK Creative Industries & Copyright (Mythbusting)
  • OK Leistungsschutzrechte
  • OK Patentrecht
  • OK Einschränkung der Bürgerrechte

Es sind Zeiten angebrochen, die ein modernes Urheberrecht nötig machen. Ein Ausgleich zwischen der Gesellschaft und einer milliardenschweren Contentindustrie muss endlich gefunden werden. 10 Thesen für eine offene Kultur.

  1. "Raub" ist etwas anderes
  2. Wo "öffentlich" draufsteht soll auch öffentlich drin sein / Wer zahlt schon gern zwei mal
  3. Der Mythos vom armen Künstler / Konzerne: Das Urheberrecht wurde nicht für euch gemacht! (Geschichte und ursprünglicher Zweck des Urheberrechts.)
  4. Die Welt hat sich verändert - es ist Zeit für neues Wirtschaften
  5. Geistige Werke müssen geschützt werden - vor den kommerziellen Interessen der Verlage und Konzerne / Unsere Kultur darf nicht weggesperrt werden
  6. Kreativität braucht den Ausgleich zwischen Offenheit und kommerziellen Interessen
  7. Offenheit ist das Kapital der Kreativen
  8. Schon Isaac Newton wusste: Wir stehen auf den Schultern von Giganten. (Auch: Fair Use / Zitatrecht)
  9. Tote müssen von ihrer Kreativität nicht leben können (= Wer soll davon profitieren? - Enkel oder Gesellschaft? Wer profitiert wirklich? Verlage und Rechteverwerter. Pharmaindustrie als Positivbeispiel. Rechte als Spektulationsobjekte - irgendein Heuschreckenbeispiel. Quellen: Auch Patentrecht.)
  10. Nicht nur Kreativität, unsere Bürgerrechte stehen auf dem Spiel! (Vorratsdatenspeicherung, Internetsperren, etc.)


Next Steps:

Jeder, die/der möchte erstellt einen kompletten Textvorschlag und/oder trägt Quellen, weiterführende Links und Showcases zusammen. Bitte

Aufbereitung | Missverständnisvorbeugung

Die Gegenposition zu dem "geistiges Eigentum"-Slogan der Verwertungslobby wird oft missverstanden, wie man bspw. beim Netzwertig-Artikel darüber in den Kommentaren nachlesen kann. Auch im ort.at-Artikel über den Welttag des geistigen Eigentums wurden das angedeutet. Ob bereits in den FAQs oder extern soll Stellung dazu bezogen werden, dass

  • wir eine Credibility-Kultur stark befürworten (vermutlich floriert diese unter offenen Bedingungen sogar besser)
  • nicht per se das Copyright abschaffen wollen
Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken &handeln! Willst du auch an der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: