Vorschlag Robert und Mike
Aus Helges Wiki
Zitat von Boyle: Intellectual property laws are the legal sinews of the information age; they affect everything from the availability and price of AIDS drugs, to the patterns of international development, to the communications architecture of the Internet. (..) The creation of limited legal monopolies called intellectual property rights gives us a way of protecting and rewarding innovators in art and technology, encouraging firms to produce quality products, and allowing consumers to rely on the identity of the products they purchased. The laws of copyright, patent and trademark are supposed to do just that - at least in some areas of innovation - provided the rights are set at the correct levels, neither too broad nor too narrow.
The ideas proposed here are not radical. If anything they have a conservative strand - a return to the rational roots of intellectual property rather than an embrace of its recent excesses. Patents, for example, have a restricted term and were always intended to work to fuel the public domain. Copyrights were intended to last only for a limited time, to regulate texts, not criminalize technologies, to facilitate rather than to restrict access. Even the droits d'auteur tradition was built around the assumption that there were social and temporal limitations on the author's claims; natural right did not mean absolute right. Neither Macaulay and Jefferson, nor Le Chapelier and Rousseau would recognize their ideas in the edifice we have erected today. In the name of authorial and inventive genius, we are creating a bureaucratic system that only a tax-collector or a monopolist could love. But genius is actually less likely to flower in this world, with its regulations, its pervasive surveillance, its privatized public domain and its taxes on knowledge.
"Raub" ist etwas anderes
Der Begriff "Raubkopie" ist eine kriminalisierende Irreführung, da keinesfalls eine Enteignung eines Besitzers und schon gar nicht eine Gewalteinwirkung stattfindet. Durch das Kopieren eines Werkes in digitaler Form erleidet das Original keinerlei Wertminderung. Die Forcierung dieses Begriffes in der öffentlichen Diskussion dient vor allem dazu, auch legale Handlungen wie bspw. das Erstellen einer Privatkopie unter Generalverdacht zu stellen (Link Leergutabgabe). Weiters wirken Verwertungsgesellschaften oftmals durch die Verwendung von z.B. Kopierschutz dem geltendem Recht auf Privatkopie entgegen. Für Bürger hat dies die Folge, dass illegale Maßnahmen wie das Umgehen eines Schutzmechanismus erforderlich sind, um bpsw. eine Sicherheitskopie einer CD zu erstellen.
Wo "öffentlich" draufsteht soll auch öffentlich drin sein / Wer zahlt schon gern zwei mal
Zitat von hier: In einer modernen Demokratie (Informationsgesellschaft / Wissensgesellschaft) fallen viele interessante Daten an die von gesamtgesellschaftlichem Interesse sind. So zum Beispiel statistische Daten über die soziale und demographische Entwicklung sowie Daten aus Verwaltung und Politik, z.B. Gesetzesentwürfe, Finanzpläne, die Verwendung öffentlicher Mittel, etc. Das Informationsfreiheitsgesetz garantiert allen Bürgerinnen und Bürgern den freien und uneingeschränkten Zugang zu diesen Daten. Diese Daten liegen in den meisten Fällen bereits heute vor, allein sie sind oft schwer zugänglich, liegen selten in offenen Formaten (offene Standards) vor, haben meist keine offenen Schnittstellen (Demokratie-API) und sind somit in der Regel für den engagierten Bürger wie die breite Öffentlichkeit nur schwer zugänglich.
Plus: ORF, Freedom of Information Act
"Wenn eine wissenschaftliche Arbeit derzeit in einer Fachzeitschrift veröffentlicht wird, gehen meist alle Rechte an den Verlag über. Die Wissenschaft wurde zuvor aber mit Steuergeldern gefördert, und ich sehe einfach nicht ein, dass dieser öffentlich finanzierte Inhalt von privatwirtschaftlichen Unternehmen teuer an die Öffentlichkeit zurückverkauft wird. Mit Open Access ändert sich das. Wissenschaftler können weiter über ihre eigene Arbeit verfügen, die Ergebnisse sind für alle frei und ohne Abogebühren zugänglich. Ich hoffe, dass der erleichterte Zugang zu Forschungsergebnissen der Wissenschaft nutzt und den Austausch zwischen den Wissenschaftlern und der Öffentlichkeit fördert."
Quelle: Einmal zahlen reicht - Zeit
Die renommierte Wissenschaftszeitung Nature ergreift bereits die Chance und bietet mit Nature communications die Open Access Option an - leider entfallen derzeit noch Kosten (article-processing charge) in der Höhe von $ 5000.
Der Mythos vom armen Künstler / Konzerne: Das Urheberrecht wurde nicht für euch gemacht!
(Geschichte und ursprünglicher Zweck des Urheberrechts.)
Die Lobbyisten von Musik- und Filmindustrie versuchen mit falschen Begriffen wie "Raubkopie" und bewussten Falschinformationen die öffentliche Meinung in ihrem Sinne zu manipulieren. So wurden von Lobbyisten ins Spiel gebrachte Zahlen wie 750.000 verlorene Jobs in der Kreativindustrie und Schäden von 250 Milliarden Dollar von US-Behörden und Gesetzesmachern in die Argumentation übernommen. Einer näheren Betrachtung halten diese Zahlen jedoch nicht stand.
Die Welt hat sich verändert - es ist Zeit für neues Wirtschaften
Weltweit nimmt die Anzahl der Menschen, die Zugang zu Computern und dem Internet haben, kontinuierlich zu. Das Internet entwickelt sich für viele Wirtschaftszweige zum neuen Leitmedium. Herkömmliche Produkte wie CDs, Bücher oder DVDs werden zunehmend durch digitale Pendants ersetzt, der physische Produktions- und Vertriebsprozess verliert immer mehr an Bedeutung.
Diese enormen Veränderungen werden von bestehenden Industrien nicht als Chance sondern als Bedrohung wahrgenommen. Statt in die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle zu investieren, werden enorme Aufwände betrieben, um den Status quo auch mit demokratiepolitisch bedenklichen Methoden (LINK ZU HELGE/YOUTUBE-VIDEO/Schulaufführung) aufrecht zu erhalten.
Geistige Werke müssen geschützt werden - vor den kommerziellen Interessen der Verlage und Konzerne / Unsere Kultur darf nicht weggesperrt werden
Zitat von Boyle: Copyrights and patents were traditionally only supposed to confer property rights in expression and invention respectively. The layer of ideas above, and of facts below, remained in the public domain for all to draw on, to innovate anew. Ideas and facts could never be owned. Yet contemporary intellectual property law is rapidly abandoning this central principle. Now we have database rights over facts, gene sequence, business method and software patents, digital fences that enclose the public domain together with the realm of private property . . . the list continues. And while these rules differ from nation to nation, the pressure is to harmonize them only upwards, adopting the strongest protections of facts, the longest copyright terms, the greatest scope of patentability.
Intellectual property policy is in the sway of a maximalist "rights-culture" which leads debates astray. The assumption seems to be that to promote intellectual property is automatically to promote innovation and, in that process, the more rights the better. But both assumptions are categorically false. Even where intellectual property rights are the best way to promote innovation, and there are many areas where they are not, it is only by having rules that set the correct balance between the public domain and the realm of private property that we will get the innovation we desire.
Kreativität braucht den Ausgleich zwischen Offenheit und kommerziellen Interessen
Zitat von Boyle: Science, technology and the market itself depend on a rich "commons" of material available to all, just as they also depend on the incentives provided by intellectual property rights. Too many rights will slow innovation as surely as too few.
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Das Urheberrecht stellt mit seinen Möglichkeiten der kommerziellen Verwertung der Rechte an immateriellen Werken eine Motivation zur Schaffung neuer Inhalte dar.
Offenheit ist das Kapital der Kreativen
Kreative Problemlösungen zeichnen sich dadurch aus, dass gedanklich normalerweise weit entfernt liegende Elemente so miteinander verknüpft werden, dass das Ergebnis als subjektiv neu empfunden wird. Kreative Problemlösungen können daher meist auch als Umstrukturierungen von Bekanntem begriffen werden.
Bei diesen kreativen Leistungen kommt es weniger auf die Person an, als auf die Stimulation durch die jeweilige Situation.
Quelle: http://www.stangl-taller.at/TESTEXPERIMENT/testintelligenzkreativ.html
Ein Blick in die Kreativitätsforschung zeigt: sie forscht anhand vonaußen gestellter Impulse. Die Kreativitätsforschung beobachtet unterLaborbedingungen von ihr initiierte kreative Prozesse, umanschließend ihre Resultate auf andere oder ähnliche Bedingungenanwenden zu können. Aber das ist nicht dasselbe. Von außen gestellteAufgaben haben für einen Künstler immer den Beigeschmack: „eskommt nicht von mir – es ist nicht aus meinem eigenen Innern.“ Unddas eigene Innere, darum geht es eigentlich Quelle: http://www.islam-wolfsburg.de/wb/media/Azhari_Islam%20und%20Kunst.pdf
Schon Isaac Newton wusste: Wir stehen auf den Schultern von Giganten.
(Auch: Fair Use / Zitatrecht)
[Zitat von netzwertig] Kultur, Kunst und andere immaterielle Güter entstehen nicht in stillen Kammern von Genies. Jeder, der heute etwas schafft, steht auf den Schultern von Giganten. Kultur baut auf einander auf. Je weniger bereits bestehende Kultur von kommerziell interessierten Verwertern zurückgehalten wird, desto besser für die gesamte Gesellschaft.
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Das Internet und die digitalen Medien schaffen neue Möglichkeiten und Chancen der Informationserstellung, -vervielfältigung und -verbreitung. Der leichte Zugang zu Information und Wissen fördert die Meinungsbildung und –äußerung und stärkt dadurch die Demokratie und gilt als eine Voraussetzung für Innovationen. Dies schlägt sich auch auf wissensbezogene Dienstleistungen nieder, wie dieses abschließende Zitat erklärt (vgl.: [Nicole Ebber][1]) „Hier gilt: Wer auf den Schultern von Riesen steht, kann am weitesten sehen. Bei den meisten Innovationen handelt es sich um schrittweise kleine, aber beständige Verbesserungen von Produkten oder Prozessen. Keineswegs wird immer das Rad neu erfunden. Vielmehr greifen sich findige Innovatoren in der Regel längst vorhandene Ideen und münzen sie in kommerziell verwertbare Produkte um. Innovation beruht so meist darauf, dass ein kluger Kopf vorhandenes Wissen zusammensucht, auswählt und zu etwas Neuem montiert oder alte Verfahren veredelt.” (Drossou/Krempl/Poltermann 2006: 5) --
Keine kreative Leistung entsteht aus dem Nichts, sondern ist das Produkt von Umfeld, Erfahrung und Inspiration, baut also auf bereits bestehender Kultur auf.
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Der Physiker Isaac Newton sagte: "Sollte ich weiter gesehen haben, dann auf den Schultern von Giganten stehend". Unsere ganze Kultur baut auf freier Kultur auf. Kreativität kommt nicht aus dem luftleeren Raum. Wo wäre ein Walt Disney ohne die Werke der Gebrüder Grimm, Victor Hugo, Hans Christian Anderson, Kipling oder klassischer Mythologie? Heute ist es auf Generationen unmöglich gemacht, auf den Werken von Walt Disney aufzubauen. Wir stehen nicht mehr auf den Schultern von Giganten, die Giganten stehen auf unseren Zehen.
Urheberrecht soll diese Kreativität fördern, indem sie den Urheber von seien Werken leben lässt. Doch nicht nur die Balance zwischen den Rechten der Urheber und der freien Kultur ist verloren gegangen, die rechtliche Situation negiert auch (hier in Richtung "Kopien sind gut und das Internet baut darauf auf").
Tote müssen von ihrer Kreativität nicht leben können
(= Wer soll davon profitieren? - Enkel oder Gesellschaft? Wer profitiert wirklich? Verlage und Rechteverwerter. Pharmaindustrie als Positivbeispiel. Rechte als Spektulationsobjekte - irgendein Heuschreckenbeispiel. Quellen: Auch Patentrecht.)
Ursprünglich lag die Idee des Patentswesen darin, ein zeitlich befristetes Monopol zu gewähren, um den Erfinder zu motivieren, sein Wissen öffentlich zugänglich zu machen. Intention ist es aber auch, nach Ende der 20jährigen Laufzeit diese Erfindung ohne Einschränkungen der Allgemeinheit als Basis für weitere Innovationen zur Verfügung zu stellen. Diese Schutzfristen erweisen sich bpsw. im Pharmabereich aufgrund der hohen Entwicklungskosten für neue Medikamente als durchaus sinnvoll. Bei der Erstellung von bspw. literarischen oder musikalischen Werken hingegen stehen Schutzfristen in bis zu 3,5 facher Dauer (bis 70 Jahre nach Ableben des Autors) in keiner Relation zum Entstehungsprozess. Vor allem ist es aus gesellschaftlicher Sicht fraglich, ob nach Tod des Erfinders der Rechteinhaber über einen derart langen Zeitraum von den vererbten Werken finanziell profitieren soll.</li>
Nicht nur Kreativität, unsere Bürgerrechte stehen auf dem Spiel!
(Vorratsdatenspeicherung, Internetsperren, etc.) " Das heutige Urheberrecht schützt auch die Vervielfältigung, die die Endkunden ohne zusätzliche Kosten selbst durchführen können. Wöllte man das ihnen effektiv untersagen, also das geltende Recht durchsetzen, müsste man die Privatsphäre online abschaffen. In die Richtung entwickeln wir uns gerade."[netzwertig]
Das Internet als Chance, nicht als Bedrohung
Zitat von Boyle: From the mid-1990's onwards, the tendency in international intellectual property has been to treat the Internet as a threat rather than an opportunity. Despite the fact that the Net has demonstrated again and again the possibility of generating, through dispersed collaborative networks, innovation and intellectual activity of exactly the kind [copyright regulations are] supposed to foster, policy makers have focused only on the threat of illicit copying. [Instead we should focus] on two key issues: the barriers that traditional intellectual property erects against global educational and cultural access (for example, through overly long copyright terms retrospectively extended), and the ways in which the traditional rules of intellectual property need to be rethought when they are applied to the citizen-publishers of cyberspace. [We] must work with the new medium, rather than seeking to cripple it in order to make it more like the old media in which traditional intellectual property rights arose.


